Hundeleben

 

 

 

Die Presse nannte meinen Namen,
manchem von Euch da Zweifel kamen:
„Dem Hund Millionen zu vererben,
wo Menschen doch vor Hunger sterben?“
Und viele meinten, sehr erbost:
„Die Alte, die war nicht bei Trost!“


Vor solchem Urteil erst bedenkt,
rein gar nichts wurde mir geschenkt!
Acht Wochen war ich gerade mal,
als sie begann, die schiere Qual.
Mit schrillen Schreien vor Entzücken,
tat sie mich an die Brüste drücken.


Noch schlimmer
 sollte es dann kommen,
als sie mich mit nach Haus genommen.
Sie war die Herrin, ich der Knecht,

was ich auch tat, ihr war`s nicht recht.
So`n stinknormales Hundeleben,
das hat`s
 für mich niemals gegeben!

Mal bellen, toben, all die Sachen,
die Hunden nun mal Freude machen,
Knochen vergraben mit den Pfoten,
hat sie mir kurzerhand verboten.
Ein Schoßhund hatte ich zu sein,
sie kleidete mich extra ein.


Und stellt Euch vor, dass mein Gewimmer
das Ganze machte nur noch schlimmer.
Die Alte glaubte dann, mit Küssen,
die feucht war`n,
 trösten mich zu müssen.
Ja, heute könnt Ihr mich beneiden,
wo es vorbei ist, dieses Leiden.

Ich sag`s nochmal, auch wenn Ihr grient,
die Knete hab ich schwer verdient!


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gez. Gero von und zu Donnerlittchen

 

 


   

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